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Internet-Kriminalität nimmt weiter zu: Sicherheitspakete bieten Schutz

Laut der BITKOM sind noch viele User im Internet ungeschützt unterwegs. Dabei bieten viele Kabel und DSL Anbieter ein Sicherheitspaket an, damit man sich vor der Online Kriminalität schützen kann. Gerade mit Computerviren sind die Kriminellen auf dem Vormarsch. Auch sollten sich kleinere Unternehmen besser schützen und ihre Mitarbeiter in Sachen Internetschutz besser informieren.

Viele haben noch keinen richtigen Virenschutz und haben Angst vor Online Kriminalität

Laut einer aktuellen Umfrage der BITKOM und das Lagebild „Cybercrime 2010“ vom Bundeskriminalamt (BKA) nimmt die Internet Kriminalität weiter zu. Abhilfe schafft im Regelfall ein Sicherheitspaket, welches bei sämtlichen Kabelanbieter und DSL-Anbieter für nur 3-5 Euro angeboten wird. Es gibt immer mehr Betroffene und die Schadenshöhe steigt dementsprechend auch. „Insbesondere die Ausspähung von Online-Zugangsdaten, etwa für Plattformen oder Internet-Shops, ist im Vergleich zu 2010 stark angestiegen“, sagte Prof. Dieter Kempf, BITKOM-Präsident und Vorstandsvorsitzender des Vereins „Deutschland sicher im Netz“ (DsiN). „Durch die Technisierung der Gesellschaft und die weitverbreitete Nutzung moderner Medien und Kommunikationsformen haben diese neuen Medien auch Einzug in klassische Kriminalitätsformen gehalten, vor allem im Betrugsbereich“, sagte BKA-Präsident Jörg Ziercke und ergänzt: „Im Jahr 2010 wurden in der Polizeilichen Kriminalstatistik rund 250.000 Fälle registriert, in denen das Internet zur Tatbegehung genutzt wurde. Das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Zunahme von 20 Prozent. Im Zielspektrum der Cybergruppierungen steht die vollständige Identität der Internet-Nutzer, die die Täter bedarfsangepasst und flexibel für ihre kriminellen ‚Geschäftsmodelle’ missbrauchen.“ Auch haben 70 Prozent aller deutschen World Wide Web Nutzer ab 14 Jahren schon negative Erfahrungen im Netz gemacht. Die meiste Angst haben gut 25 Millionen (47 Prozent) User vor Viren oder anderen schädlichen Programmen. Letztes Jahr waren es nur 43 Prozent die diese Angst äußerten und sogar bei Online Auktionen fühlen sich viele Nutzer vom Geschäftspartner betrogen. Viele User werden im Internet ausspioniert, sei es bei den Zugangsdaten, bei Online Auktionen oder beim Online Banking. Vor einem Jahr waren es noch rund 3,7 Millionen, nun sind es knapp 7 Millionen. „Der Trend geht zum Ausspähen persönlicher Daten und Passwörter“, sagte Kempf. Die Internet Kriminalität nimmt auch sehr stark zu, so dass sich bereits 85 Prozent bedroht fühlen, im Vorjahr waren es 75 Prozent. Beim Online Banking haben dieses Jahr 37 % Angst einem Betrug zum Opfer zu fallen (2010 28 Prozent). Noch stärker stieg die gefühlte Bedrohung durch das Ausspähen und den Missbrauch persönlicher Daten, im Jahr 2010 hatten 46 Prozent davor Angst, jetzt sind es gute 59 Prozent. Die BITKOM Studie „ Datenschutz im Internet“ zeigt, dass erst ¾ aller Internetnutzer ein Virenschutzprogramm installiert haben. 70 Prozent haben eine Firewall, die den Datenverkehr eines Rechners mit der Außenwelt auf Sicherheitsprobleme hin kontrolliert. Es gibt auch noch User (jeder Fünfte), der keinen Virenschutz oder eine Firewall auf seinem Rechner hat, obwohl man bei allen Kabel – und DSL Anbietern ein Sicherheitspaket für ca. 3- 5 Euro im Monat dazubestellen kann. BITKOM und BKA haben ein Informationsblatt für Internet-Nutzer vorgestellt mit den wichtigsten Empfehlungen zur Vorbeugung. Schützen Sie sich und Ihre Familie im Internet.

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Bitkom Studie: Internet Kriminalität nimmt weiter zu (Viren, Würmer, Hacker)

Computerbetrügereien sind auf dem Vormarsch – oft bei kleineren Firmen

Leider muss die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) die Angst vieler Nutzer bestätigen. Die Cybercrime Fälle sind um 19 Prozent auf fast 60.000 vom letzten Jahr drastisch in die Höhe gegangen. Cybercrime umfasst Straftaten, die mit moderner Informations- und Kommunikationstechnik oder gegen diese begangen werden. Dabei handelt es sich meist um Computerbetrügereien, wie beispielsweise das Phishing von Onlinebanking-Daten oder den missbräuchlichen Einsatz von Kreditkartendaten (rund 27.000 Fälle). Insgesamt stieg die Zahl der Computerbetrügereien um fast 20 Prozent, auch hier kann man sich mit einem Sicherheitspaket ganz einfach schützen und das für einen minimalen monatlichen Aufwand. Wenn man alle Cybercrime Fälle zusammenzählt, kommt man auf rund 61,5 Millionen Euro, im Jahr 2009 waren es “nur” 37 Millionen Euro Schaden. Sehr beliebt ist das sogenannte Phishing, dies ist meist beim Online Banking vertreten. 2010 gingen beim BKA 5.300 Fälle ein, sprich 82 Prozent mehr als 2009. Ungefähr 4.000 Euro wurde pro Fall gerechnet. „Verschiedene Trojaner sind speziell auf den deutschen Bankenmarkt ausgerichtet und verfügen über das technische Potenzial, das iTAN-Verfahren erfolgreich anzugreifen“, warnte BKA-Präsident Ziercke. „Wer Online-Banking macht, sollte unbedingt auf die neuen Verfahren wie chip-TAN umsteigen“, sagte Kempf. Oft wurden die sogenannten Botnetze bei den kriminellen Aktivitäten benutzt. Ziercke: „Die Täter folgen dem Nutzungsverhalten der Anwender. Mobile Endgeräte werden infiziert, um parallel zum PC auch an die Daten möglicher SMS-basierter Authentifizierungsverfahren zu gelangen, etwa für Online-Banking oder E-Commerce per Kreditkarte.“ Zugenommen haben laut Lagebericht verschiedene Ausprägungen der digitalen Erpressung. Hier fordern Täter eine Art Lösegeld, beispielsweise für das Nicht-Weitergeben gestohlener Daten oder das Unterlassen digitaler Angriffe auf die Unternehmens-Homepage. Ziercke warnte vor der Anpassungs- und Innovationsfähigkeit der Cyber-Kriminellen: „Die Internet-Betrüger arbeiten zumeist auf internationaler Ebene arbeitsteilig zusammen. Sie begehen nicht nur selbst die Straftaten, sondern bieten auch Schadprogramme oder komplette kriminelle Infrastrukturen in den Foren der Underground Economy global zum Kauf oder zur Miete an. Dabei seien die angebotenen Werkzeuge aufgrund ihrer relativ einfachen Handhabung auch für Täter ohne fundierte IT-Spezialkenntnisse nutzbar.“ Auch vor der Wirtschaft machen Kriminelle keinen Halt mehr. Nach einer KPMG-Studie verzeichneten über die Hälfte aller Unternehmen, die 2010 Opfer von Wirtschaftskriminalität wurden, Schäden durch Cybercrime. Im Jahr 2006 waren es nur 23 Prozent der Betroffenen Unternehmen. „Cyber-Kriminelle setzen vermehrt auf Social Engineering: Sie versuchen, sich Zugang zu sensiblen Informationen zu verschaffen, indem sie Mitarbeiter unter Druck setzen oder ihre Hilfsbereitschaft ausnutzen“, sagte Kempf. Laut einer Umfrage von „Deutschland sicher im Netz“ sind kleinere Unternehmen oft hilfloser bei einem Online Angriff von Kriminellen Machern. Die Zahlen sind erschreckend, denn nur jedes vierte kleinere Unternehmen schult und informiert regelmäßig seine Mitarbeiter, nur jedes Dritte hat ein IT-Sicherheitskonzept, das von der Geschäftsleitung getragen wird. Sogar 37 Prozent sichern ihre geschäftlichen Daten nicht täglich und ganze 7 Prozent der kleineren Firmen gar nicht. Ziercke und Kempf kündigten an, den Informationsaustausch zwischen Wirtschaft und Polizei weiter zu intensivieren. BKA und BITKOM wollen auch bei der Aufklärung der Nutzer eng kooperieren.

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2011-07-06T03:57:37+00:00 / 2015-12-11T12:59:03+00:00 / Allgemein (Beratung)
Letztes Update dieser Seite: 11. Dezember 2015