Anbieter

Breitband Netzausbau kostet 40 Mrd. € / Deutschland Nachholbedarf

Im Jahr 2010 hatte fast jeder dritte Haushalt einen schnellen Breitbandanschluss mit mindestens 10 Mbit/s zur Verfügung.  Mit dem Ausbau der modernen Anschlüsse wurde dieses Jahr schon begonnen und allein 4 Milliarden Euro wurden in den Ausbau des Kabelnetzes investiert.  Laut BITKOM werden in den Folgejahren noch 30 bis 40 Milliarden Euro beim Breitbandausbau investiert.

Deutsche Internetuser nutzen kaum die hohen Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s

Laut einer Studie des Hightech-Verband BITKOM auf Basis aktueller Daten der Bundesnetzagentur, hatte 2010 fast jeder dritte Haushalt einen schnellen Breitbandanschluss mit mindestens 10 Mbit/s in Nutzung. Im Jahr 2009 war es nur jeder vierte Haushalt. „Erst mit Bandbreiten im zweistelligen Megabit-Bereich kann man viele Web-Angebote richtig nutzen“ (z.B. Videos in HD Qualität), sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. Sogar Bandbeiten von mindestens 50 Mbit/s (z.B. via Telekom VDSL, Vodafone VDSL, Alice VDSL oder 1&1 VDSL) sind für 40 Prozent der deutschen Haushalte verfügbar, doch weniger als 1 Prozent nutzt diese 50 Mbit/s Geschwindigkeit, obwohl solche Highspeed Geschwindigkeiten immer günstiger werden. Ende 2010 hatte jeder achte Haushalt Internetgeschwindigkeiten zwischen 144 kBit/s und 2 Mbit/s, auch nutzen gleich viele einen Anschluss mit genau 2 Mbit/s, so die Daten von der Bundesnetzagentur. Die meisten deutschen Haushalte (45 Prozent) besitzen eine Downloadrate zwischen 2 und 10 Mbit/s, entweder weil technisch nicht mehr geht oder weil der Internet Tarif nur eine solche Bandbreite enthält. Jeder vierte Haushalt, also etwa 25 Prozent, nutzt eine Internet Bandbreite von etwa 10 bis 30 Mbit/s und nur fünf Prozent der Internetuser surfen mit 30 bis 100 Mbit/s durchs World Wide Web. Magere 0,2 Prozent der Deutschen besitzt eine Highspeed Internetgeschwindigkeit von 100 Mbit/s oder höher, die aktuell im Prinzip nur von den Kabelanbietern zu verkünftigen Preisen angeboten werden. Viele Menschen würden vielleicht auch eine höhere Internet Bandbreite wählen, wenn sie verfügbar wäre, denn laut einer OECD Studie liegt die durchschnittliche maximalen Bandbreite in Deutschland nur bei etwa 17 Mbit/s. Der OECD-Durchschnitt, also viele Länder im Durchschnitt, beträgt 37 Mbit/s, so dass Deutschland im hinteren Mittelfeld einen Platz belegt. „Die Rahmenbedingungen für den Ausbau des Breitbandnetzes müssen im Zuge der aktuellen Novellierung des Telekommunikationsgesetzes weiter verbessert werden“, fordert Kempf angesichts dieser Zahlen. Laut BITKOM sollten Gas und Stromversorger in die Pflicht genommen werden, dass unter bestimmten Bedingungen Leerrohre für Breitbandkabel zur Verfügung gestellt werden. Damit könne man Baustellen und zusätzliche Kosten einsparen und auch die Verkabelung zu und in den Häusern könnte so vorbereitet werden, um später beim Breitband Ausbau Kosten zu sparen. Zudem seien Planungs- und Rechtssicherheit für investierende Unternehmen von entscheidender Bedeutung. Etwa 75 Prozent aller Haushalte sollen 2014 über einen Anschluss von mindestens 50 Mbit/s verfügen können, so die Planungen der Bundesregierung.

VDSL Verfügbarkeit prüfen: Telekom oder Vodafone oder Alice oder 1&1

Highspeed Internet per Fernsehkabel: Verfügbarkeit der Kabelanbieter

Breitband Netzausbau kostet 40 Mrd. € / Deutschland Nachholbedarf

Allein 40 Milliarden Euro wurden schon für das moderne Breitbandnetz ausgegeben

Für die Highspeed Geschwindigkeiten über die Telefonleitungen wird die VDSL Technologie genutzt, weil nur damit über 20 Mbit/s realisierbar sind (DSL ist maximal bis 16 Mbit machbar). Etwa 30 Prozent der Haushalte, die einen DSL Anschluss nutzen, können auch über VDSL (zum Beispiel von Vodafone oder Telekom) verfügen, mit dem man bis zu 50 Mbit/s erreichen kann. Aber auch das Kabel Internet kann man, (sofern verfügbar) als günstige und oft auch schnellere Alternative zum DSL und VDSL nutzen. Dank der Aufrüstung auf den DOCSIS 3.0 Standard durch die deutschen Kabelanbieter, sind für rund 13 Millionen Haushalte Internetgeschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s möglich (zum Beispiel von Kabelanbietern wie Kabel Deutschland, TeleColumbus, Kabel BW, aber auch Unitymedia mit bis zu 128 Mbit/s). Laut Schätzungen von BITKOM werden es Ende 2012 rund 24 Millionen sein, denn mit dem Ausbau der modernen Anschlüsse wurde schon 2011 begonnen. Allein 4 Milliarden Euro wurden schon in den Ausbau des  Fest- und Kabelnetzes investiert, seit 1998 sind es über 93 Milliarden (wir berichteten) Euro gewesen. Laut BITKOM werden beim weiteren Aufbau der Hochgeschwindigkeitsnetze noch 30 bis 40 Milliarden Euro an Kosten entstehen (in den folgenden Jahren). „Für den Wirtschaftsstandort Deutschland ist die flächendeckende Verfügbarkeit von superschnellen Internetverbindungen unverzichtbar“, sagte Kempf. Denn wichtige Zukunftsprojekte, wie die intelligente Strom- und Verkehrsnetze, seien auf ein leistungsfähiges Breitbandnetz angewiesen. Sie möchten mehr über das sehr schnelle Kabel-Internet als DSL / VDSL Alternative erfahren?

>>> Infos über die Verfügbarkeit der einzelnen Kabelanbieter

>>> Informationen über die Tarife der einzelnen Kabelanbieter

*Weitere Tarifdetails, Mindestlaufzeiten und Preise finden Sie im jeweiligen Onlineshop.

2011-07-19T17:53:18+00:00 / 2016-09-16T04:10:19+00:00 / Allgemein (Beratung)
Letztes Update dieser Seite: 16. September 2016