Anbieter

Viele Nutzen Internet auf Arbeit privat – welche Regeln gelten?

Viele Arbeitnehmer nutzen den Arbeitgeber Internetanschluss auch für private Zwecke. Frauen surfen privat auf Arbeit mehr als die Männer. Meistens wird nur mal schnell nach E-Mails geschaut, aber auch Online-Shopping und Online-Buchungen werden gerne vom Arbeitsplatz für private Zwecke genutzt. In Deutschland gibt es für das Surfen im Internet kein speziell geregeltes Gesetz.

Deutsche Frauen surfen am Arbeitsplatz für private Zwecke mehr, als Männer

Laut einer aktuellen Umfrage des Hightechverbandes BITKOM nutzt jeder zweite Berufstätige das Internet am Arbeitsplatz für private Zwecke. Die Frauen mit 55 Prozent tun dies etwas häufiger, als Männer (48 Prozent). Jede dritte Frau gab an, den Internetanschluss ihres Arbeitgebers zu für den Privatgebrauch zu nutzen und dies mindestens einmal am Tag. Bei den männlichen Erwerbstätigen surfte nur jeder vierte privat am Arbeitsplatz. Ganz oben im Kurs sind private Emails, die während der Arbeitszeit gelesen werden, also knapp die Hälfte derer, die das Internet am Arbeitsplatz privat nutzen, tut dies zum Mailing. Jeder vierte Befragte nutzt das World Wide Web vom Arbeitsplatz aus zudem für die private Informationssuche und ein Fünftel derer macht darüber Onlineshopping oder führt Buchungen (z.B. Reisen) durch. Jeder achte besucht Online-Communitys und acht Prozent spielen Online-Spiele. Sie suchen noch einen Internetanschluss für zu Hause, zu einem sehr günstigen Preis?

>>> Informationen über die Verfügbarkeit der einzelnen Kabelanbieter

>>> DSL sowie VDSL Tarife und Angebote in Deutschland

Viele Nutzen Internet auf Arbeit privat - welche Regeln gelten?

Wenn man einige Regeln beachtet, kann man auch privat im Unternehmen surfen

In Deutschland gibt es für das Surfen im Internet für private Zwecke am Arbeitsplatz kein speziell geregeltes Gesetz. Die nun folgenden Tipps sind aus den allgemeinen Gesetzen und der Rechtssprechungen, die schon einmal vor Gericht behandelt wurden:

  • 1. Wer entscheidet über die private Nutzung des Internets?
    • Dazu ist allein der Arbeitgeber berechtigt, denn er ist nicht dazu verpflichtet zuzulassen, dass der Angestellte privat im Internet surfen darf. Der Arbeitgeber hat zwei Möglichkeiten, er kann das Surfen bewilligen, auf bestimmte Zeiten oder Seiten begrenzen oder auch ganz verbieten.
  • 2. Was gilt, wenn es keine Regelung für private Internetnutzung gibt?
    • Wenn es keine konkrete Vereinbarung gibt spricht vieles dafür, dass der Arbeitgeber die private Internetnutzung in gewissen Grenzen duldet, wodurch eine betriebliche Übung begründet werden könnte. Dies kann für den Arbeitnehmer von Vorteil sein, falls es zum Streit kommt.
  • 3. Wie können sich Arbeitnehmer beim privaten Surfen absichern?
    • Wer als Arbeitnehmer den Arbeitgeber Internetanschluss für private Zwecke nutzen möchte, sollte in der Personalabteilung nach den geltenden Regelungen fragen. Arbeitgebern rät der BITKOM, eine klare Regelung zum privaten Surfen zu treffen – durch eine Vereinbarung im Arbeitsvertrag, eine Richtlinie oder eine Vereinbarung mit dem Betriebsrat.
  • 4. Welche Kontrollmöglichkeiten hat der Arbeitgeber?
    • Wenn der Arbeitgeber das private Surfen im Internet genehmigt, darf das Unternehmen das Surfverhalten des Arbeitnehmers nur in Ausnahmefällen ohne Zustimmung des jeweiligen Angestellten kontrollieren. Auch wenn ein Verbot vorliegt, sind keine unbegrenzten Kontrollen gestattet. Der Chef darf dann nur stichhaltig prüfen, ob das surfen dienstlich ist. Er muss den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit beachten und darf Internet– und E-Mail-Verbindungsdaten nicht verwenden, um Mitarbeiter systematisch zu kontrollieren. Eine Vorratsdatenspeicherung von persönlichen Nutzungsdaten ist innerhalb von Firmen nicht erlaubt.
  • 5. Droht im Zweifelsfall die Kündigung beim privaten Surfen?
    • Wenn der Arbeitnehmer eine starke private Nutzung des World Wide Webs während der Arbeitszeit ohne Genehmigung praktiziert, kann dies eine Verletzung der arbeitsvertraglichen Pflichten darstellen. Bis der Arbeitnehmer jedoch gekündigt werden kann, wegen privaten surfen am Arbeitsplatz, muss der Arbeitgeber diesen im Regelfall erst einmal abmahnen.

Sprechen Sie am besten mit Ihrem Arbeitgeber, um unnötigen Ärger zu vermeiden.

2011-08-01T17:02:51+00:00 / 2015-11-21T21:37:07+00:00 / Allgemein (Beratung)

Ein Gedanke zu „Viele Nutzen Internet auf Arbeit privat – welche Regeln gelten?“

Kommentare sind geschlossen.

Letztes Update dieser Seite: 21. November 2015