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Die letzten Breitband Internet Lücken sollen geschlossen werden

Gute Nachrichten für Bewohner in ländlichen Gebieten: die letzten Breitband Internet Lücken sollen geschlossen werden. Den Anfang der DSL-Ausbreitung  macht der Ort Düren-Echtz (in Nordrhein-Westfalen). Damit auch Kunden vom Land schnelles Internet empfangen können, setzt die Telekom die sogenannten Sachverteiler ein und gibt diese für ihre Konkurrenz gegen eine Gebühr frei.

Ausbreitung der DSL-Technik in ländlichen Gebieten durch Schaltverteiler

Es ist kaum zu glauben, aber in Deutschland gibt es immer noch viele Gebiete, wo die Datenversorgung sehr langsam ist, so titelt aktuell die Zeitung “Die Welt“. Deutschland ist so gesehen in zwei Teile aufgeteilt: Es gibt Gebiete mit schnellem Internet, aber es gibt auch welche mit sehr langsamer Datenübertragung. Denn vor allem auf dem Land bzw. in ländlicheren Gebieten fehlen DSL-Anschlüsse. Bewohner ländlicher Gebiete haben keine große Auswahl, wenn sie schneller surfen möchten: Es bleibt ihnen eigentlich nur die Möglichkeit, Angebote von TV-Kabelnetzen wie KabelBW, Unitymedia, Telecolumbus oder Kabel Deutschland zu nutzen. DSL Lücken werden geschlossen, aber vor allem auch die Kabelanbieter erschließen ländliche Bereiche, denn Kabel Internet kann bis in den ” letzten Haushalt geliefert werden”, unabhängig von der Entfernung (wie bei DSL). Ein Wettbewerb zwischen Festnetzanbietern findet somit kaum statt. Damit dieser aber stattfinden kann und Bewohner auf dem Land auch die Möglichkeit haben, schnelles Internet von Festnetzanbietern zu bekommen, macht die Telekom erst einmal in dem Ort Düren-Echtz in Nordrhein-Westfalen den Anfang und übergibt dort einen sogenannten Sachverteiler an einem Wettbewerber. Dies ist ein Startschuss für eine flächendeckende Ausbreitung der DSL-Technik. Die Schaltverteiler beheben das Problem der lahmen Datenübertragung: Dadurch, dass die Daten kupferkabellange Wege bis zum nächsten Verstärker zurücklegen müssen, verliert das Signal an Stärke. Die Datenübertragung ist immer nur so schnell, wie das langsamste Verbindungsstück es zulässt. Insgesamt haben immerhin 64 Prozent alle deutschen Haushalte schnelles Internet und somit eine gute Datenübertragung, bis Ende 2010 soll die Quote laut dem Branchenverband Bitkom auf immerhin 68 Prozent ansteigen. Mit mehreren Schaltverteilern lässt sich der Wettbewerb der Festnetzanbieter wieder ankurbeln. Nicht nur das: Neukunden dürfen neben schnelleren Anschlüssen, auch mit sinkenden Preisen rechnen. Indem der Ausbau der DSL-Technik in Bewegung kommt, werben auch Anbieter vermehrt um Kunden. Sie werben zum Beispiel mit Neukundenboni oder verbesserter Serviceleistung. Aber auch das Abrücken vom klassischen 24-Monats Vertrag ist neu, sodass Unternehmen ihre Produkte um Tarife ohne Mindestvertragslaufzeit ergänzen. Somit bleiben die Kunden auch flexibel.

>>> Verfügbarkeit der Kabelanbieter in Deutschland

Die letzten Breitband Internet Lücken sollen geschlossen werden

Schaltverteiler erst nach Gerichtsbeschluss von der Telekom freigegeben

Die Voraussetzung für DSL auf dem Land sind die Schaltverteiler. Dies sind vorgelagerte Kabelverzweigungen, welche die grauen Telefonleitungskästen in den Straßen (in Deutschland) miteinander verbinden. Aus der Sicht der Deutschen Telekom ist es unwirtschaftlich, die erforderliche Technik in jeden einzelnen Telefonleitungskasten einzubauen. Selbst die Verteiler wollte die Telekom nicht errichten. Ein Gerichtsbeschluss sorgt jedoch für den Bau der Kästen, somit kann die Telekom-Konkurrenz diese gegen eine Gebühr übernehmen. Dies wiederum bringt den Wettbewerb in Wallung. Vor knapp einem halben Jahr hat das Kölner Verwaltungsgericht die Deutsche Telekom dazu verpflichtet, die Schaltverteiler auch auf Nachfrage von Wettbewerbern zu errichten, in diesem Fall auf Nachfrage des regionalen Anbieters Soco Network Solutions. Herr Matthias Kurth, der Präsident der Bundesnetzagentur sagte anlässlich der Entscheidung des Verwaltungsgerichts: “Ich hoffe, dass die Deutsche Telekom die Schaltverteiler-Entscheidung der Bundesnetzagentur nunmehr unverzüglich und vollständig umsetzt.” Jürgen Grützner, Geschäftsführer des Verbands der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM), ist skeptisch. Er blickt auf die jahrlange Dauer des Verfahrens zurück, in dem die Bundesnetzagentur für die Freiheit der Schaltkästen gekämpft hat. Dadurch, dass für viele Kunden außerhalb von Ballungsgebieten und Großstädten allzu oft kein schnelles Internet bzw. Datenübertragung verfügbar ist, geben viele andere Telekommunikationsunternehmen der Deutschen Telekom die Schuld. Doch letztlich sind alle DSL / VDSL Anbieter für den Breitband Ausbau zuständig.

>>> Infos über die 2Play (Telefon + Internet) der Telekom, Verfügbarkeit + Bestellung

>>> Infos über die 3Play (Entertain) Tarife der Telekom, Verfügbarkeit + Bestellung

2010-05-17T15:04:09+00:00 / 2016-09-16T03:39:04+00:00 / Allgemein (Beratung)
Letztes Update dieser Seite: 16. September 2016