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eBook Reader Amazon Kindle: Unterschiede zu Tablet PC / Smartphone

Vor dem Weihnachtsfest verkaufte sich der Amazon Kindle, ein eBook Reader, besser als je zuvor. Doch auch jetzt nach Weihnachten steht der Kindle von Amazon noch hoch im Kurs und wird von vielen Kunden zum Beispiel vom geschenkten Geld der Verwandten angeschafft. Egal ob jung oder alt, lesen Sie hier alle Details sowie Vorteile und Nachteile des Amazon Kindle.

Nicht nur Smartphones und Tablet-PCs im Trend, auch reine eBook Reader nachgefragt

Nicht nur Smartphones und Tablet-PCs standen im Weihnachtsgeschäft 2011 hoch in der Gunst der Kunden, auch eBook-Reader erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Ein Gerät dieser Gattung ist der sogenannte “Kindle” des Online-Buchhändlers Amazon. Das englische Verb “to kindle” heißt soviel wie anzünden oder auch sinngemäß Leidenschaft für etwas zu entfachen. Dies scheint Amazon.com insbesondere in den USA gelungen zu sein, wo 4 Jahre nach dem Verkaufsstart des “Kindle” im diesjährigen Weihnachtsgeschäft 3 Wochen in Folge jeweils mehr als 1 Million Geräte abgesetzt worden sind – wobei Kindle mittlerweile eine ganze Gerätefamilie mit unterschiedlichen Eigenschaften und in unterschiedlichen Preissegmenten umfaßt. Das einfachste Gerät, der Kindle, mit 2GB Speicherplatz ist bei Amazon.de in Deutschland zurzeit zum Kampfpreis von nur 99 EUR erhältlich. Dieser Speicherplatz soll nach Amazon-Angaben durchschnittlich für etwa 1.400 Bücher ausreichen. Text-Eingaben z.B. für eine Suche im Kindle-Store oder innerhalb eines Buches erfolgen hierbei über eine virtuelle Tastatur, welche über eine entsprechende Taste einblendet werden kann und die Buchstaben dann über die Navigationswippen (Cursor-Pad) ausgewählt und einzeln bestätigt werden müssen. Der etwas größere “Bruder” des Kindle, der Kindle Keyboard, kostet in Deutschland zurzeit 119 EUR und verfügt mit 4GB Speicher über Platz für ca. 3.500 Bücher. Besonderheit des Kindle Keyboard ist, wie es der Name vermuten läßt, eine kleine QWERTY-Tastatur am unteren Ende des Kindle, welche die Texteingabe erleichtern soll. Die Diagonale der Anzeige ist jedoch bei beiden Geräten mit 6 Zoll (15,24 cm) identisch und hat sich bei vielen eBook-Readern als Quasi-Standard etabliert, da sie in etwa der Größe eines Taschenbuches entspricht. Für Funktionen wie die Umschaltung der Textausrichtung (Hoch- oder Querformat) sowie Schriftgröße und Schriftart gibt es beim Kindle Keyboard zudem eine Extrataste, welche mit “Aa” beschriftet ist und die ein schnelles umschalten ermöglicht. Neben dem größeren Speicher konnte dem Kindle Keyboard wg. der größeren Abmessungen überdies ein etwas größerer Akku spendiert werden. So soll das Gerät mit einer Akkuladung, deaktiviertem WLAN und täglich etwa einer halben Stunde Lesen bis zu 2 Monate durchhalten – ggü. ca. einem Monat beim Standard-Kindle.

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eBook Reader Amazon Kindle verkaufte sich besser als je zuvor
Bildquelle: Amazon.de Internetseite

Tablet PC oder eBook Reader – wo sind die Unterschiede? Beim Bildschirm und Akkulaufzeit!

Kaufe ich mir einen Tablet-PC (gibts ebenfalls auf Amazon.de) oder doch lieber einen oft deutlich günstigeren eBook Reader? Diese Frage stellen sich wohl viele Menschen, die vor einer Kaufentscheidung stehen. Daher möchten wir Ihnen die wesentlichen Vorteile und Nachteile beider Geräteklassen darstellen. Die beim eBook Reader Amazon Kindle gegenüber einem Tablet-PC oder Smartphone ungleich höhere Akku-Laufzeit ist unter anderem der verwendeten Anzeige-Technologie geschuldet (Bildschirm). LC-Displays (LCD) oder z.B. OLED-Anzeigen bei Smartphones “leuchten” und verbrauchen damit permanent Strom, wenn das Display eingeschaltet ist. Der Amazon Kindel nutzt E Ink (eInk) / Electronic Ink, also “Elektronische Tinte” mit der sogenannten “Pearl-Technologie” (Perlen-Technologie). Dies kann man sich in etwa so vorstellen, dass die “Pixel” des “Displays” letztlich kleine Kügelchen sind, die jeweils zur Hälfte hell und zur Hälfte dunkel eingefärbt sind. Wenn beim Amazon Kindle eine Seite des Buches “umgeblättert” oder eine andere Menüansicht dargestellt werden soll, sorgt ein kleines Magnetfeld dafür, die entsprechende Seite der Kügelchen zum Betrachter auszurichten. Ist dies einmal geschehen, verändern die Kugeln ihre Position nicht mehr, bis eine neue Ansicht angefordert wird – es wird folgerichtig nur beim “Umblättern” Strom verbraucht! Dieses (Neu-)Ausrichten der Tinten-Perlen sieht man u.a. dadurch, dass beim Bildaufbau die Anzeige einmal komplett schwarz wird, bevor dann wieder durch die Drehung einzelner Kugeln Text und Bilder erkennbar werden. Weil die Anzeige beim Amazon Kindle dadurch aber eine gewisse Trägheit aufweist, bis dieser Vorgang abgeschlossen ist, können nur statische Inhalte wie Bücher, Zeitungen und Zeitschriften sinnvoll angezeigt werden. Videos oder Fotos in Farbe kann man daher auf dem Amazon Kindle nicht darstellen, obwohl er sogar einen experimentellen Internet-Browser beinhaltet. Dafür hat die elektronische Tinte auf dem matten Hintergrund aber tatsächlich die Anmutung von echtem Papier. Und wie bei einem echten Buch, benötigt man Licht, um den Amazon Kindle ablesen zu können. Starkes Sonnenlicht, welches die Ablesbarkeit von Displays bei Tablets und Smartphones erheblich beeinträchtigt, erhöht beim Kindle eher den Kontrast, weil er kaum störende Reflektionen aufweist – also ideal zum lesen am Strand, wenn die Sonne scheint! Dafür braucht man aber auch im Lesesessel eine Leselampe, wenn es dunkel ist, denn im Gegensatz zu Tablet-PCs und Smartphones hat der Amazon Kindle eben kein aktiv leuchtendes Display. Hierfür gibt es auch direkt von Amazon eine Lösung. Die gegen Aufpreis erhältliche Schutzhülle (Zubehör) für den Kindle verfügt über eine kleine LED-Leseleuchte, die sich aus dem Akku des Kindle speist und bei Bedarf aus der Hülle ausgeklappt werden kann.

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eBook Reader Amazon Kindle mit Keyboard
Bildquelle: Amazon.de Internetseite

Wie kommen die Inhalte auf den Amazon Kindle (eBook Reader)? Per USB, WLAN oder UMTS!

Die Daten, also die elektronischen Bücher (E-Books / eBooks), aber auch elektronischen Zeitungen und Zeitschriften, gelangen auf unterschiedliche Weise auf den Amazon Kindle. Zum Laden des Akkus und ggf. für die Datenübertragung verfügt der Kindle über einen Mini-USB-Anschluss. Übrigens gehört ein externes Netzteil nicht zum Standard-Lieferumfang des Kindle, es muss bei Bedarf gegen Aufpreis erworben oder der AmazonKindle eben immer am USB-Port des Computers / Laptops geladen werden. Mit dem Netzadapter als Zubehör gibt Amazon für den Kindle Keyboard (größerer Akku) eine Ladezeit von etwa 4,5 Stunden an. Zusätzlich hat der Amazon Kindle ein integriertes WLAN-Modul (die internationale Bezeichnung hierfür ist Wi-Fi). Mit eingeschaltetem Wi-Fi reduziert sich die Akku-Laufzeit des Kindle Keyboard auf ca. 10 Tage – beim normalen Betrieb ohne WLAN beim einfachen Amazon Kindle werden trotz des kleineren Akkus “bis zu 3 Wochen” angegeben. Um den eBook Reader Amazon Kindle nutzen zu können, muss man ihn – sofern man ihn nicht ohnehin selbst bei Amazon gekauft hat – mit Hilfe der Seriennummer im Amazon-Kundenkonto unter “Mein Kindle” anmelden. Dabei erhält der Kindle auch automatisch eine eigene eMail-Adresse. Ist im Amazon-Konto eine Adresse der Form vorname.nachname@adresse.com hinterlegt, ist der Kindle künftig unter vorname.nachname@kindle.com erreichbar – sofern es die Adresse nicht schon durch einen anderen Kunden gibt. An diese eMail-Adresse können z.B. auch Microsoft Word Dokumente (.doc, .docx) geschickt werden, welche dann in das kindle-eigene Dokumentenformat (.azw) konvertiert und bei entsprechender WLAN-Verbindung an den Kindle übertragen werden. Die elektronischen Bücher können entweder direkt vom Kindle aus im Amazon-Kindle-Shop oder am heimischen Computer gekauft und über einen entsprechenden Button im Kundenkonto an den Kindle übertragen werden. Neben zahlreichen kostenpflichtigen Inhalten bietet Amazon auch eine Vielzahl kostenloser eBook-Inhalte an – im Kindle-Shop gibt es jeweils stündlich aktualisierte Listen für die “Top 100” und die “Top 100 gratis” Downloads. Wer nicht nur zu Hause in Reichweite seines USB-Kabels und / oder eines WLANs auf neue Inhalte zugreifen möchte, kann mit dem in Deutschland für 159 EUR erhältlichen “Kindle Keyboard 3G” zusätzlich über das Mobilfunknetz Daten übertragen. Für das sogenannte “Whispernet” nutzt der Amazon Kindle Keyboard 3G in Deutschland das HSDPA-Mobilfunknetz von Vodafone – je nach Netzabdeckung mit HSPA, UMTS, EDGE oder GPRS. Es können jedoch in über 100 Ländern wie z.B. auch in den USA, Spanien, Japan, Norwegen oder Australien über entsprechende GSM-Provider Inhalte aus dem Kindle-Shop abgerufen werden. Und das beste dabei ist: Die Mobilfunkgebühren für diesen Dienst zahlt Amazon! Man zahlt also nur für die Inhalte selbst, welche man kauft. Das Stöbern im Amazon eBook / Kindle Shop ist also komplett kostenfrei, auch über das Mobilfunknetz. Für viele Bücher ist eine in der Länge variable Voransicht einiger Kapitel zum “Probelesen” erhältlich, bevor man sich zum eigentlichen Kauf entschließt. Der Kindle fungiert zudem auch als mobiler Zeitungskiosk und bietet Abonnements verschiedener internationaler Zeitschriften und Tageszeitungen wie z.B. DIE ZEIT, WirtschaftsWoche oder Frankfurter Allgemeine (FAZ) an. Die neuesten Ausgaben werden unmittelbar bei Erscheinen im Handel auch per Wi-Fi oder 3G an den Kindle übertragen. Für alle Zeitungen und Zeitschriften, die als Kindle-Abonnement erhältlich sind, gilt ein kostenloser 14tägiger Probe-Zeitraum, indem man das Abo jederzeit kündigen kann, danach würde das Abonnement zum regulären Preis fortgeführt werden. So haben Sie künftig auch im Urlaub Ihre Tageszeitung aus Deutschland mit im Gepäck und das topaktuell. Neben den Kindle-Endgeräten gibt es für iPhone / iPad sowie auch für Android entsprechende Kindle-Apps, welche ebenfalls die entsprechenden eBooks und Zeitschriften darstellen können, wenn man kein neues Gerät nutzen möchte. Neben dem eigenen Dokumentenformat AZW beherrscht der Kindle in gewissen Grenzen auch die Anzeige von PDF-Dokumenten, wobei sich der PDF-Reader noch im Experimentalstudium befindet. Inhalte im verbreiteten eBook-Format EPUB können vom Kindle nicht direkt verarbeitet werden, aber mit Hilfe von Software-Konvertern wie z.B. Calibre kann man EPUB-Bücher in das MOBI-Format umwandeln – ein Format, welches auch der Amazon Kindle versteht.

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Den eBook Reader Amazon Kindle stets mit dabei haben
Bildquelle: Amazon.de Internetseite

e-Book Reader Amazon Kindle in verschiedenen Ausführungen – Vorteile und Nachteile

Die verschiedenen Geräte-Varianten des Amazon Kindle werden auch über verschiedene Geräte-Generationen definiert. Das erste Modell, wenn man so will der Kindle 1, erschien bereits Ende 2007. Der momentan erhältliche 99-EUR Kindle entstammt bereits der Kindle Geräte-Generation 4, der Amazon Kindle Keyboard und Kindle Keyboard 3G sind aus der Kindle-Generation 3. In der 4. Generation gibt es zudem noch den bisher nur in den USA erhältlichen Amazon Kindle Touch und Kindle Touch 3G mit optischem Touchscreen über dem E-Ink-Display. Mit 7 Zoll (17,78 cm) etwas größer ist das farbige LC-Display des Amazon Kindle Fire mit kapazitivem Multi-Touchscreen. Den Kindle Fire gibt es nicht in einer 3G-Variante, er nutzt eine abgewandelte Version des Betriebssystems Android mit einem angepaßtem Web-Browser für Cloud-Dienste und wird daher – inbesondere wegen des günstigen Preises von 200 USD (ca. 153 EUR) – von Marktforschungsexperten als schärfster Konkurrent zum iPad2 von Apple betrachtet. Der Amazon Kindle DX hat mit 9,7 Zoll (24,64 cm) das größte Display aller Kindle-Varianten, kann 16 Graustufen darstellen und ist ebenfalls nur über den us-amerikanischen Shop Amazon.com erhältlich. Im Gegensatz zum Kindle Fire oder den Touch-Varianten wird er jedoch zum Preis von 379 USD (ca. 290 EUR) auch an Kunden in Europa verkauft und verschickt. Der Vorteil von Kindle Keyboard und Kindle Keyboard 3G, die Tastatur, ist gleichzeitig ihr Nachteil. Neben den etwas größeren Abmessungen und dem höheren Gewicht ist das Tastatur-Layout englisch und kann nicht geändert werden. Die virtuelle Tastatur der Kindle-Varianten ohne Tastatur kann u.a. auch mit europäischen Sonderzeichen umgehen – wie z.B. den deutschen Umlauten. Auch das gesamte Menü der Tastatur-Kindles ist komplett in Englisch gehalten, so dass man für die Bedienung über Grundzüge an Sprachkenntnissen verfügen muss. Auch die “Text-to-Speech”-Funktion, mit welcher man sich Texte vorlesen lassen kann, funktioniert naturgemäß nur mit englischen Texten und Büchern. Das Vorlesen deutscher Texte ergibt ein einziges Kauderwelsch. Hier bleibt zu hoffen, dass es in Zukunft ein Firmware-Update geben wird, um zumindest das Menü und ggf. die Text-to-Speech-Funktion auf Deutsch umschalten zu können. Kunden, die den großen Speicher und die längere Akku-Laufzeit nicht benötigen, müssen bis dahin ggf. zum “kleinen” Kindle greifen, wenn ihnen die deutsche Bedienbarkeit wichtig ist. Ihnen hat unser Bericht gefallen? Dann empfehlen Sie diesen weiter an Ihre Freunde und Bekannten, ganz einfach per Facebook oder über die Empfehlungsfunktion unten.

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