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CES 2012: Neuer Trend wasserdichte Smartphones und Tablet-PCs

Neben der ersten Beta-Preview auf das neue Microsoft-Betriebssystem Windows 8 und einem Themenschwerpunkt rund um Zubehör für die Apple-Produktwelt gab es auf der diesjährigen CES in Las Vegas wenige allgegenwärtige Trends zu sehen. Einer davon schien ein zunehmendes Interesse an wasserdichten Endgeräten (Smartphone / Tablet-PC) zu sein.

Auf der CES 2012 in Las Vegas wurden wasserdichte Endgeräte vorgestellt – ein neuer Trend?

Auf der CES 2012 in Las Vegas (Consumer Electronics Show) wurde der neue Trend mit wasserdichten Endgeräten vorgestellt. Mit dieser Idee können auch mal Handys oder Tablet-PCs wortwörtlich ins Wasser fallen, ohne das man gleich Angst um sein Endgerät haben muss. Damit Sie sich selbst ein Bild über diesen neuen Trend machen können, haben wir für Sie die Eindrücke aus Las Vegas in einem Video festgehalten (HD Qualität und / oder Vollbild unten rechts):

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Fujitsu stellt für NTT DoCoMo (japanischer Mobilfunkanbieter) wasserdichte Endgeräte her

Der japanische Technologiekonzern Fujitsu, der vielen insbesondere aus dem knapp 10jährigen Joint-Venture mit Siemens innerhalb von Fujitsu Siemens Computers (FSC: 1999-2009) bekannt sein dürfte, stellt für den größten japanischen Mobilfunkanbieter NTT DoCoMo Smartphones, Handys und Tablet-PCs her, die – eigenen Angaben zu Folge – über einen “wasserdichten Schutz” (Waterproof Protection) verfügen. Mobile Telekommunikation nimmt in Japan seit jeher einen höheren Stellenwert ein, als bei uns in Europa, so dass sich neue Trends in diesem Bereich häufig dort entwickeln, bevor sie dann nach Europa “herüberschwappen”. Allerdings haben die Japaner eigene Vorlieben, die nicht immer mit denen der Europäer korrespondieren. So wurde der mobile Datendienst “i-mode” in Japan zum Erfolg und zählte mit zuletzt über 52 Millionen Nutzern als erfolgreichster Dienst der Welt. In Deutschland konnte man i-mode nur beim Netzbetreiber E-Plus nutzen, der Dienst wurde nach nur 6 Jahren (2002-2008) jedoch wieder eingestellt, O2 hat eine ursprünglich für das Jahr 2006 geplante Einführung wieder verworfen. In Europa wurde für die zunächst äußerst langsamen Datenübertragungen im GSM-Mobilfunknetz mit WAP (Wireless Application Protocol) ein alternativer Standard eingesetzt – vermochte sich wegen der zeitbasierten Abrechnung in Verbindung mit langen Wartezeiten auf Daten jedoch nie wirklich durchzusetzen. In Japan hingegen führte NTT DoCoMo bereits im Jahr 2001 mit FOMA (Freedom of Mobile Multimedia Access) ein Breitband-Mobilfunknetz der 3. Generation (3G) ein, welches als Vorläufer des UMTS-Standards gilt. Die weltweite Verbreitung von UMTS und dessen entsprechenden Protokoll-Erweiterungen verhalfen der mobilen Internetnutzung auch in Europa zum Durchbruch. Die Endgeräte sind nicht mehr nur Arbeitsmittel für Geschäftsreisende, sondern werden zunehmend auch von Otto-Normalverbrauchern als stylisches Accessoire verwendet. Als ständiger Wegbegleiter ist ein solches Smartphone dann auch den besonderen “Gefahren des Alltags” wie z.B. umfallenden Kaffeebechern, einem Anruf in der Badewanne oder Regenschauern ausgeliefert. Schon länger sind auf dem Markt daher “Outdoor-Handys” erhältlich, die mit ihren dicken und klobigen Schutzhüllen jedoch primär ihre Freunde bei Extremsportlern und Naturfreunden gefunden haben. Technikaffinere und modebewußte Kunden möchten entsprechend trendigere Geräte nutzen. Diesem Wunsch trägt Fujitsu mit wasserdichten Geräten aus der Arrows-Produktreihe Rechnung. Diese sind zwar nicht für Tiefseetaucher gedacht, halten jedoch dem Druck in etwa einem bis 1,5 Metern Wassertiefe für bis zu 30 Minuten stand – genug Zeit, um sie bei einem etwaigen Missgeschick wieder herauszufischen – oder im Falle von Kaffee noch mit klarem Wasser abzuspülen. Das nur 109 Gramm leichte und sagenhafte 6,7 Millimeter dünne Arrows F-07D ist damit zur Zeit der CES 2012 das dünnste Smartphone der Welt. Die flache Bauweise forderte allerdings ihren Tribut bei den Leistungsmerkmalen – mit einem 1,4 GHz Single-Core-Prozessor, 512 MB RAM und lediglich 1 GB internem Speicher ist es nicht für Hardcore-User gedacht. Leider wird es wohl ohnehin nur für den japanischen Markt produziert werden. Mit dem Arrows Tab F-01D war auf der Messe auch ein Android-Tablet zu sehen, welches bereits seit Oktober 2011 in Japan erhältlich ist – ebenfalls wasserdicht natürlich. Über eine spezielle Gestensteuerung soll es lt. einigen Blog-Berichten sogar unter Wasser bedienbar sein – bei unserer Anfrage auf dem Fujitsu-Messestand wurde jedoch explizit bestritten, dass man es unter Wasser bedienen kann. Vielleicht war die Steuerung des Vorführmodelles auch einfach außer Betrieb. Dennoch ist und bleibt es beeindruckend, wenn ein elektronisches Gerät einen “Tauchgang” in einem Wasserbecken problemlos “überlebt” und sich danach wie gewohnt nutzen lässt. Es mag auch an der latenten Tsunami-Gefahr in dem Land liegen, dass besonders Japaner eine Vorliebe für derartig robuste Geräte entwickelt haben, um sich auch im Notfall auf deren Funktionsfähigkeit verlassen zu können. Kein Smartphone vorhanden?

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Fujitsu bietet wasserdichte Handys, Smartphones und Tablet-PCs an

Liquipel macht bereits vorhandene Smartphones und Tablet-PCs wasserdicht

Wer sich bei der Suche nach einem wasserdichten Smartphone nicht auf bestimmte Geräte eines einzelnen Herstellers beschränken möchte, wird nach Möglichkeiten suchen, das bevorzugte Handymodell vor Wasser zu schützen. Hierzu gibt es z.B. transparente Kunststoff-Schutzhüllen, die neben einer ggf. eingeschränkten Dichtigkeit häufig auch Probleme bei der Bedienung des Touchscreens machen. Das südkalifornische Unternehmen Liquipel hat nach 5jähriger Forschung ein gleichnamiges Verfahren entwickelt, um beliebige elektronische Geräte in einer Druckkammer mit Nanopartikeln zu begasen. Das Liquipel-Verfahren richtet sich direkt an Endkunden, die ihre empfindlichen Geräte wasserfest machen möchten – z.B. das heißgeliebte iPhone. Das Gas dringt während des Prozesses in alle Öffnungen des Gerätes ein und die Nanobeschichtung legt sich auch im Inneren auf alle elektronischen Bauteile und Oberflächen. Diese behalten ihre Leitfähigkeit und sonstigen technischen Eigenschaften, aber durch die Beschichtung werden die üblicher Weise bei Wasserkontakt auftretenden Kurzschlüsse vermieden und die Schaltkreise so vor Schaden geschützt. Das Smartphone ist dabei nicht im eigentlichen Sinne “wasserdicht”, weil Flüssigkeiten ja durchaus noch eindringen, aber eben – der Theorie nach – keinen Schaden mehr anrichten können. Liquipel rät jedoch, das Gerät “im Ernstfall” nicht eingeschaltet und lieber einen Tag lang trocknen zu lassen. Die Beschichtung eines iPhones oder Android-Smartphones kostet z.Zt. 59 US-Dollar und es muss zu diesem Zweck an Liquipel eingeschickt werden. Durch die überwältigende Nachfrage wurden die Kapazitäten des Unternehmens jedoch überschritten, so dass das Angebot vorrübergehend vom Netz genommen wurde. Als Entschuldigung erhalten Kunden mit dem Aktionscode “apology” einen Rabatt von 15%, sobald das Angebot wieder online ist. Zudem ist Liquipel auf der Suche nach Vertriebspartnern – die entsprechenden Maschinen zur Nano-Begasung sollen weltweit verkauft werden, um z.B. auch Lizenznehmern in Europa die Bedienung der Kunden vor Ort zu ermöglichen, für welche das Angebot wegen der momentanten Portokosten wenig Sinn macht. Eine Alternative wäre natürlich die Begasung der Endgeräte durch die Hersteller direkt ab Werk. Die Funktionsweise der Liquipel-Schutzschicht können Sie in unserem Messevideo sehen, in welchem ein herkömmliches Papiertaschentuch mit dem Verfahren behandelt wurde. Wasser und die blaue Testflüssigkeit perlen einfach von der Oberfläche ab – der sogenannte Lotus-Effekt, welcher auch von Nano-Versiegelungen für Autoscheiben bekannt ist. Es gelingt einfach nicht, das Taschentuch “nass” zu machen. Sie suchen noch einen geeigneten Tarif für Ihr Smartphone?

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Liquipel veredelt Smartphones / Handys und macht diese wasserdicht, z.B. iPhone 4

HzO möchte mit Handyherstellern Endgeräte beim Produktionsprozess wasserdicht machen

Ein ähnliches Verfahren zur Beschichtung mit Nanopartikeln wurde auf der CES vom Unternehmen HzO unter dem Namen WaterBlock vorgestellt. Im Gegensatz zum Bedampfungsverfahren des Konkurrenten Liquipel empfiehlt HzO die Nano-Beschichtung WaterBlock innerhalb einer Vakuumkammer direkt im Produktionsprozess des Gerätes auf die einzelnen Komponenten aufzubringen und richtet sich daher primär direkt an die Hersteller. Gerüchten zu Folge soll sich HzO daher bereits in entsprechenden Verhandlungen mit Apple und Samsung befinden, so dass eventuell bereits das iPhone 5 ab Werk mit einer schützenden Beschichtung ausgeliefert werden könnte. Sie suchen noch ein geeignetes Smartphone wie z.b. das Apple iPhone?

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HzO Inside macht ebenfalls Handys und Smartphones wasserdicht

Fotos / Videos entstanden auf der CES 10.-13.01.2012 in Las Vegas

2012-01-21T15:52:52+00:00 / 2017-10-04T02:13:48+00:00 / Allgemein (Beratung)

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Letztes Update dieser Seite: 4. Oktober 2017