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Kabel Deutschland beendet “DNS-Fälschungen” bei Domain-Vertippern

Wie ZDNet heute berichtet, hat Kabel Deutschland “DNS-Fälschungen” bei dem Vertippen einer Domain beendet, da die “DNS-Fälschungen” eine Vielzahl an Problemen mitbrachte, wie beispielsweise das Versenden einer E-Mail.  Zusätzlich führte Kabel Deutschland eine kostenfreie Rufnummer ein, bei welcher man die DNS-Modifikation angeblich abschalten lassen könne.

Kabel Deutschland stoppt lästige “DNS-Fälschungen” bei Domain-Vertippern

Seit etwa zwei Wochen geben die DNS-Server von Kabel Deutschland keine gefälschten Antworten mehr zurück. Dies stellte ZDNet bei regelmäßigen Stichproben Ende Juni fest. Namensserver auf falsch eingetippten Domains, schickten einen gefälschten A-Record mit einer IP-Adresse zurück an Infospace. Benutzer bzw. Anwender werden dann auf einer Suchseite des dubiosen Anbieters „Infospace“ geleitet. Diese Suchseite ist wie eine Internetseite von Kabel Deutschland aufgebaut und nennt sich „Kabel Deutschland DNS-Assistance“. Die Abänderung der Grundstruktur von DNS-Antworten widerspricht der Netzneutralität. Der Domain-Inhaber legt fest, wie die Anfragen der Benutzer von rekursiv antwortenden DNS-Server beantwortet werden dürfen. Es wird in die Souveränität der Top-Level-Domain-Inhaber eingegriffen, wenn nicht existierende Second-Level-Domains mit selbst eingesetzten IP-Adressen antworten. Inhaber von Top-Level-Domains, wie zum Beispiel DENIC (.de) oder Verisign (.com und .net), haben sich gegen ein Wildcarding ihrer Domain entschieden. Somit folgen sie der Empfehlung der ICANN. Die Entscheidung von Kabel Deutschland wird ausschließlich mit technischen Gründen belegt. Wie die Unternehmenssprecherin Kathrin Wittmann ZDNet berichtete, hätten viele Kunden die Anwendungen nicht wie gewohnt nutzen könne, z. B. das Zugreifen auf Toolbars bestimmter Anbieter. Deswegen sei dieser Schritt die beste Lösung, damit ein hoher Komfort geboten werden kann. Es treten jedoch sehr viele gravierende Probleme auf, wie beispielsweise das Versenden einer E-Mail: Wenn E-Mails an eine nicht existierende Domain versendet wird, bekommt man die Fehlermeldung, dass diese Domain gar nicht vergeben ist, erst mehrere Tage später. Der Mailer wird somit angelogen bezüglich der Existenz dieser Domain,  da diese gar nicht existiert. Der Mailer geht davon aus, dass der „Empfänger“ ein vorübergehendes Problem hat und die E-Mail nicht empfangen kann. Er versucht immer wieder die E-Mail zu versenden. Würde der Mailer stattdessen sofort die richtige Antwort NXDOMAIN vom DNS-Server bekommen, würde er sofort über den Tippfehler bzw. Vertipper informiert werden. Somit hätte derjenige, der eine E-Mail versenden möchte, einen geringer Zeitaufwand. Nicht nur das Versenden einer E-Mail stellt ein gravierendes Problem dar: sondern auch die sehr hohen Time-Out-Werte bei dem SMB / CIFS- Protokoll. Dieses wird bereits immer häufiger im Internet benutzt, weil Festplatten im Netz, wie beispielsweise Stratos HiDrive, immer beliebter werden.

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Kabel Deutschland beendet "DNS-Fälschungen" bei Domain-Vertippern

Andere Anbieter im Vergleich bezüglich der Beendigung von “DNS-Fälschungen”

Kabel Deutschland hat die “DNS-Fälschungen” nun beendet. Viele andere Anbieter hingegen, wie beispielsweise T-Online, Versatel und Alice (demnächst O2), beenden die “DNS-Fälschungen” nicht und fälschen somit weiter. Allerdings bieten diese Anbieter an, dass Kunden bei ihrem jeweiligen Kundenservice die “DNS-Fälschungen” abstellen lassen können. Dies fällt auch unter der Bezeichnung “Opt-Out”. Mehrere Benutzer bzw. Kunden des Anbieters Alice berichteten gegenüber ZDNet, dass die Abstellung der “DNS-Fälschungen” nicht von Dauer ist. Kunden, welche die Fälschungen deaktiviert haben bzw. deaktivieren lassen, sind zwar erstmal für eine kurze Zeit von den Fälschungen “befreit”, haben aber nach spätestens ein bis zwei Monaten wieder die unerwünschte Suchseite auf dem Bildschirm. Kabel Deutschland hingegen, nannte eine kostenfreie Rufnummer, unter welcher die Kunden des Kabelanbieters die DNS-Modifikation angeblich abstellen lassen kann. Es wurden einige Testanrufe dazu gemacht, welche allerdings ergaben, dass die Mitarbeiter sich nicht in der Lage sahen, den Anschluss auf den Opt-Out-DNS-Server vom Kabelanbieter Kabel Deutschland umzustellen, z. B. 83.169.184.162 oder 83.169.184.226. Auch weitere Testanrufe, welche von Heise.de ausgingen, hatten leider eher nur mäßigen Erfolg.

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2010-07-06T19:01:08+00:00 / 2016-09-16T02:48:00+00:00 / Anbieter Vodafone Kabel
Letztes Update dieser Seite: 16. September 2016