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Braunschweig erhält keinen Breitband Internet Zuschuss vom Bund

Wie heute im Nachrichtenmagazin Newsclick zu lesen ist, geht die Stadt Braunschweig beim Wettbewerb “mehr Breitband fürs Land” leer aus. Auch die Stadt Braunschweig hatte einen Zuschuss von 875.000 € beantragt und wollte selbst 125.000 € zusteuern, um die Breitband Verfügbarkeit in der Stadt auszubauen – wurde aber beim Fördertopf nicht berücksichtigt.

Braunschweig wird bei Breitband Förderung nicht berücksichtigt, weil woanders mehr Bedarf

Auch beim dritten und letzten Durchgangs des Wettbewerbs “Breitband Internet fürs Land” geht die Stadt Braunschweig beim 20 Millionen Euro Topf leer aus, denn es gibt andere wichtigere Gebiete, wo die Internet Versorgung noch schlechter ist. Außerdem habe Brauschweig bereits ein sehr umfangreiches Breitband Netz durch Kabel Deutschland und Telekom. Braunschweig wollte unterversorgte Ecken in der Stadt auch mit Breitband Internet versorgen. Aber so lange es im ländlichen Bereich noch weiße Flecken gibt, könne eine Stadt wie Braunschweig nicht berücksichtigt werden, zumal es in Brauschweig – zumindest in den meisten Stadtteilen – schnelles Internet gibt.

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In Braunschweig gibt es mit Telekom und Kabel Deutschland schon zwei Netzbetreiber

“Es gibt mit der Telekom und Kabel Deutschland gleich zwei Netzanbieter, die in Braunschweig die Infrastruktur und – im Vergleich zu vielen anderen Kommunen – ein breit ausgebautes Netz für Breitband bereitstellen” sagt Peer Beyersdorff vom Breitband-Kompetenzzentrum Niedersachsen, welches die Städte, Gemeinden und Dörfer beim Fördermittel-Wettbewerb begleitet hat. Da es in Braunschweig schon 2 Netze gibt, hat die Europäische Union die Förderung eines “Parallelnetzes” untersagt – insbesondere solange es im ländlichen Bereich noch so viele unversorgte Gebiete (weiße Flecken) gibt. Nun ist Braunschweig auf sich allein gestellt und muss die Netzbetreiber überzeugen, auf eigene Kosten auszubauen – sei es Kabel Internet oder herkömmliches DSL.

Auch die Stadt Braunschweig hat noch weiße Flecken beim Breitband Internet

Auch in der Stadt Braunschweig gibt es noch weiße Flecken im Breitbandatlas, zum Beispiel in Bevenrode, Geitelde, Stiddien oder Harxbüttel. Als untersorgte Gebiete im Breitbandatlas gelten Regionen, in denen weniger als 2 MBit/s Internetgeschwindigkeit möglich ist. In anderen Stadtteilen Braunschweig Innenstadt, Östliches Ringgebiet, Nordstadt, Petritor, Wilhelmitor, Lehndorf und die Weststadt hingegen ist teilweise sogar VDSL mit bis zu 50 MBit/s möglich. Laut einer Hochrechnung muss in Brauschweig aber noch jeder 3 Bürger oder Unternehmen mit einer Breitband Internet “Unterversorgung” leben, also dass gar kein DSL verfügbar ist oder eben mit weniger als 2 Mbit/s. Eine Besserung könnte hier der LTE Ausbau in Deutschland bringen, aber hier müssen eigentlich zuerst kleine Orte mit maximal 5.000 Einwohnern ausgebaut werden. Der Internetanbieter Vodafone prescht hier aber vor und möchte schon in einem Jahr alle weißen Flecken in Deutschland geschlossen haben (Vodafone will weiße Flecken allein schließen). Um den Bedarf an Vodafone LTE zu messen, hat der Anbieter jetzt eine Seite für die Vodafone LTE Vormerkung ins Netz gestellt.

2010-08-21T23:10:59+00:00 / 2016-09-16T03:39:46+00:00 / Anbieter Vodafone Kabel
Letztes Update dieser Seite: 16. September 2016