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Geld für Breitband in Philippsthal, Gethsemane, Harnrode, Röhrigshof …

Wie gerade die Hersfelder Zeitung berichtet hat, bekommt die Gemeinde Philippsthal und Umgebung Geld vom Land für den Breitband Internet Ausbau. Mit den 57.000 € Zuschuss und 38.000 € Eigenanteil soll der Kabelanbeiter Unitymedia Breitband Internet in Philippsthal, Gethsemane, Harnrode, Heimboldshausen, Röhrigshof und Unterneurode ausbauen.

Ausbau von Philippsthal, Gethsemane, Harnrode, Heimboldshausen, Röhrigshof + Unterneurode

Bereits im Vorfeld hatte die Gemeinde Philippsthal mit dem Kabelanbieter Unitymedia verhandelt, der mit einer Kostenbeteiligung von 95.000 € Breitband Internet in Philippsthal, Gethsemane, Harnrode, Heimboldshausen, Röhrigshof und Unterneurode ausbauen will. Die “günstigen” 95.000 € konnten durch intensives Verhandeln der Gemeinde mit Unitymedia erreicht werden. Durch den Zuschuss vom Bundesland Hessen kann der Ausbau nun beginnen. Die Kosten werden geteilt, das Bundesland übernimmt 57.000 € und die Gemeinde selbst den kleineren Anteil von 38.000 €. Damit erhalten endlich die Bewohner in Philippstahl, Gethsemane, Harnrode, Heimboldshausen, Röhrigshof und Unterneurode schnelles Breitband Internet – auch dort wo bisher kein Kabel Internet oder DSL verfügbar ist – ein wahrer Segen für alle unversorgten Gebiete in der Gemeinde.

Unitymedia Multimedia Dose - Fernsehen, Telefonieren und Internet Surfen über eine Leitung

Bisher unversorgte Ortsteile / Gemeinde kann künftig mit bis zu 128 Mbit/s im Internet surfen

Bereits auf der Gemeindesitzung hatte der Gemeinderat ende August 2010 einstimmig entschieden, dass der Kabelanbieter Unitymedia – der ohnehin schon das Kabelfernsehnetz in Philippsthal und Umgebung betreibt – den Zuschlag für den Breitband Internet Ausbau erhalten soll. Der Vorteil des Ausbaus von Breitband Internet per TV Kabel ist, dass die Kabel bis in die Haushalte im Regelfall schon vorhanden sind. Der einzige Aufwand ist daher die Umrüstung des Kabelnetzes, damit dieses rückkanalfähig wird – so auch in Philippsthal. Dazu müssen die bestehenden Kabelverteiler im Ort ausgetausch werden und die Unitymedia Kabel TV Kunden erhalten im Austausch gegen die normale TV Kabeldose eine neue Multimediadose (Foto siehe oben), über die neben Fernsehen künftig auch Internet genutzt werden kann (per Kabelmodem).  Daher halten sich die Kosten für den Breitband Internet Ausbau in Grenzen und zudem überzeugt Unitymedia mit günstigen Tarifen und Angeboten.

2010-09-08T00:01:48+00:00 / 2017-10-04T01:45:22+00:00 / Anbieter Unitymedia

3 Gedanken zu „Geld für Breitband in Philippsthal, Gethsemane, Harnrode, Röhrigshof …“

  1. Die Darstellung der Sache ist weder hier noch in der Hersfelder Zeitung korrekt. Zunächst bleibt anzumerken, dass im August 2009 nur ein Grundsatzbeschluss zum Breitband-Ausbau gefasst worden ist. Weiterhin ist die Darstellung der Sachlage so nicht korrekt. Aufgrund eigener unternehmenspölitischer Entscheidungen (Digitale Grundverschlüsselung von Privatprogrammen) und der technischen Entwicklung (Analog-Abschaltung, veraltete Technik in der Kopfstation, Digital-Kabel mittlerweile “Standard”) ist zunächst eine Netzmodernisierung erforderlich geworden. Eine solche Modernisierung besteht im wesentlichen aus der Errichtung eines CMTS (steht bei Fulda), einer ONI (Übergang von LWL auf Koaxialkabel) und der Rückkanal-Ertüchtigung der Verstärker-Einheiten. Dies ist erforderlich, um digital verschlüsselte TV-Inhalte kontrolliert in den Haushalten zu entschlüsseln (gemäß Abkommen zur Grundverschlüsselung mit RTL bzw. Pro7-Sat1). Die Technik, die dazu zum Einsatz kommt, ist nun weitgehend identisch mit der Technik zur Verbreitung von Internet mittels Docsis. Fakt ist also: Unitymedia musste in die Netzinfrastruktur investieren, stellte es aber so geschickt an, dass im Prinzip die Öffentliche Hand diese Investition stark bezuschusste. Und die poitischen Entscheidungsträger haben das offensichtlich nicht bemerkt. Erstens halte ich diese Ausbau-Maßnahme nicht für förderfähig, da ein Netzwerk ausgebaut wird, dessen primärer Zweck nicht der Internet-Preitbandzugang sondern die Verbreitung von Radio- und TV inhalten ist. Zweitens sehe ich hier einen Fall für denBund der Steuerzahler.

  2. Es kann ja sein, dass auch Unitimedia davon profitiert, welche Firma würde das nicht nutzen! Aber welche Alternative hätte man denn? Übertragung per UMTS / HDSPA, WLAN oder noch 20 Jahre auf die Telekom warten? Ich nutze DSL-Light mit 384 und bin froh, dass ich nicht auf ISDN oder Analog-Modem angewiesen bin. Ich bezahle auch dabei eigentlich einen 6000er Tarif, ohne den Gegenwert geliefert zu bekommen. Wenn also Unitimedia DSL für alle zu einem vernünftigen Preis und zudem eine sehr hohe Transferrate anbieten kann, dann nehme ich das gerne an, ebenso sicherlich die Gewerbetreibenden. Ich sehe nämlich keine Alternative! Da gibt es sicherlich andere Geldbeträge, die vom Staat herausgeschmissen werden, und zwar in Millionen- und Milliardenhöhen. Ich denke da nur an die Banken …

  3. Guten Tag RM, ich krame die alte Diskussion mal wieder hervor: Die Datennetz-Anbindungen, die es in Teilen von Philippsthal gibt, sind – wie bei Ihnen und bei mir – lächerlich oder wie in bestimmten Ortsteilen gar nicht vorhanden. Das weiß ich auch und erachte es als inakzeptabel. Aus dieser Sicht wäre aber schon eine auf Funk-Technologien basierende Anbindung rein nominell ein Fortschritt. Diese Techniken lehnen Sie, wie ich übrigens auch, aber ab. Ich bitte Sie aber auch, stellen Sie sich doch einmal die Frage “Internet, quo vadis?” Vielleicht bekommen wir beide da zu unterschiedlichen Antworten, und das würde dann auch erklären, warum Sie die Docsis-basierte Lösung für nicht so schlimm halten und ich schlicht für rausgeschmissenes Geld. Ich stelle jetzt einfach mal in den Raum, dass wir in Philippsthal in wenigen Jahren das Thema Breitband wieder diskutieren müssen. Dann, wenn sich herausstellt, dass die heute so tolle Unitymedia-Technik mit ihren bis zu 128.000 kBit/s doch gar nicht so toll ist wie wir geglaubt haben (Ich sage nur: Upload). Oder dass Unitymedia sich mal wieder nicht dafür interessiert, auch hier die aktuellen Standards zu implementieren. Wenn sie sich umhören, erfahren Sie immer wieder, dass die Glasfaser im ersten Schritt näher an die Hausanschlüsse rücken muss (vgl Glasfaser zum Veteilerkasten, FttG). Und im folgenden sollte sie bis ins Haus oder die Wohnung führen (FttH). Glauben Sie, dass genau das bei der Netzmodernisierung von Unitymedia passiert? Konkret: legt (oder mietet es an) Unitymedia ein LWL-Kabel nach Harnrode, Gethsemane oder Unterneurode? Wohl eher nicht! Ich vergleiche das ganze mal mit alten, löchrigen Socken: Es werden die Löcher an Bein und Knöchel auf’s Feinste kunstgestopft, die man sieht, damit man sich nicht lächerlich macht. Dass der Socken am Ballen aber nicht mehr vorhanden ist (und man eigentlich mal ein Paar neue bräuchte), wird elegant ignoriert.

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Letztes Update dieser Seite: 4. Oktober 2017