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Der “Kabel-Salat” – bietet Kabel Internet die überlegene Technologie?

Vor kurzem hat sich die Süddeutsche Zeitung mit dem Thema Breitband Internet beschäftigt, hauptsächlich natürlich mit der Geschwindigkeit. DSL Anschlüsse erreichen zu wenig Geschwindigkeit, VDSL gibt es bis jetzt nur in Ballungsgebieten und Glasfaserkabel sind spärlich verlegt. Welcher Weg ist also der beste und schnellste Übertragungsweg für Ihre Daten?

Experte Hartwig Tauber mit DSL Anbietern und deren Leistungen nicht mehr einverstanden

Den Kunden werden in den Werbemaßnahmen bezüglich DSL Geschwindigkeiten angeboten, die nicht gehalten werden können. Gerade bei Funkverbindungen werden oft nur 10-20 % der eigentlichen Leistungen erreicht. Hartwig Tauber, Professor für E-Business-Management an der Fachhochschule im österreichischen Krems und Chef des Branchenverbandes FTTH Council Europe, weiß wovon er spricht. Tauber setzt sich mit dem Verband für den Ausbau des europäischen Glasfaser-Breitbandnetzes ein. Mit der Formulierung “bis zu” wird dem Kunden eine Maximalleistung in Aussicht gestellt, die bei nur wenigen überhaupt erreicht werden kann. Sie gilt auch nur für den Download, was z.B. für Kunden mit Home Office besonders ärgerlich und mühselig ist. Geht das Herunterladen von Daten aus dem Internet noch einigermaßen schnell,  so kann das Hochladen von Grafiken oder ganzen Präsentationen schlimmstenfalls Stunden dauern. > Kabel Internet Check

Kabel Deutschland Arbeiten am Schaltkasten für Telefon, Internet und TV

Wer stellt schnellere Anschlüsse bereit und warum ist dies noch nicht überall möglich?

In aller Munde, wenn es um die Lösung der Geschwindigkeitsfrage geht: FTTH – “Fibre to the Home”, Glasfaser bis zum Haus. Diese Technologie bringt die Verbindungsdaten mittels Lichtwellenleitern direkt zum Endverbraucher, also ins Haus oder in die Wohnung des Nutzers. Die Investitionen sind hoch, denn um “Fibre to the Home” realisieren zu können, müssen Straßenzüge Stück für Stück mit Glasfaser ausgestattet werden. Einige Anbieter, so z.B. die Telekom Deutschland GmbH testen derzeit den FTTH Anschluss (aktuell in Hennigsdorf). Einen echten Bedarf an so schnellen Internetanschlüssen sieht man seitens der Telekom derzeit aber noch nicht. Entgegen dieser Meinung investieren viele regionale Anbieter und Stadtwerke schon jetzt in den Glasfaserausbau. In Hamburg, Köln und München können Kunden nun in den Genuss von Glasfaserleitungen kommen. Dies bietet Firmen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil und macht gerade diese Städte zum bevorzugten Firmenstandort mit zukunftssicherer Infrastruktur.

DSL, VDSL oder Kabelinternet: unterschiedliche Netze mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten

Ein durchschnittlicher DSL Anschluss erreicht derzeit 6 MBit, der schnellste DSL Anschluss kann 16 MBit/s  ermöglichen. VDSL mit Geschwindigkeiten von 25 bzw. 50 Mbit sind bisher Kunden in Ballungsgebieten vorbehalten. Doch gerade in der heutigen Zeit und in der Zukunft werden die Internetgeschwindigkeiten immer wichtiger. Die Daten, welche wir täglich empfangen und versenden werden unentwegt größer. Rettung kommt über den TV Kabelanschluss, denn Kabelnetzbetreiber können in den meisten Regionen bereits Geschwindigkeiten von 32 Mbit sicherstellen. Marco Gassen, Pressesprecher von Kabel Deutschland, betonte gegenüber der Süddeutschen, dass das Kabelnetz aus Glasfaser- und Kupferkabel die besten Eigenschaften kombiniert. Während über den gewöhnlichen Kupferdraht der Telefonleitungen irgendwann Schluss ist, können mit dem Koaxialkabel des TV Anschlusses weitaus mehr Daten durchgesetzt werden. Auch die Kabelanbieter verwenden hauptsächlich Glasfaserkabel um eine hohe Geschwindigkeit für den Kunden zu schaffen, lediglich die Verteilung im Haus verläuft noch standardgemäß per Koax-Kabel.

>>> Liste der Zuständigkeiten der Kabelanbieter in Deutschland (mit Verfügbarkeitscheck)

2011-03-05T00:32:05+00:00 / 2017-10-04T02:16:04+00:00 / Allgemein (Beratung)

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Letztes Update dieser Seite: 4. Oktober 2017