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Kabelverband ANGA fordert investitionsfreundliches Umfeld

Der Kabelverband ANGA, in dem zahlreiche Kabelnetzbetreiber oranisiert sind, warnt vor Wettbewerbsverzerrungen durch die Absenkungen der Festnetz-Zusammenschaltungsentgelte. Die Bundesnetzagentur müsse ein investionsfreundliches Regulierungsumfeld schaffen, um Investitionen in den Breitband Ausbau per Festnetz Leitung zu fördern, so die Forderung von ANGA.

Senkung der Festnetz Terminierungsentgelte kann Auswirkungen auf Breitband Ausbau haben

Eine Senkung der Terminierungsentgelte / Zusammenschaltungsentgelte im Festnetz kann eine Auswirkung auf den Breitband Ausbau im Festnetz haben, so die Aussage von ANGA (Verband deutscher Kabelnetzbetreiber e.V.). Aber wie hängt das zusammen, fragt man sich da. Die Bundesnetzagentur hat einen Entscheidungsvorschlag veröffentlicht, die Zusammenschaltungsentgelte der Deutschen Telekom im Festnetz um 16 Prozent zu senken. Durch diese Senkung ändere die Bundesnetzagentur aber das regulatorische Umfeld zum Nachteil der Festnetzinfrastrukturbetreiber. Denn diese neue Absenkung würde sich auf den Gesamtmarkt auswirken, weil auch alternative Netzbetreiber wie die deutschen Kabelanbieter weniger (nur noch 0,4 Cent je Minute statt bisher 0,5) erhalten würden. Mobilfunkanbieter hingegen erhielten, trotz der massiven Absenkung durch die Bundesnetzagentur Anfang des Jahres, immer noch 3 Cent je Minute. Die gehoffte Angleichung zwischen Mobilfunk und Festnetz würde so nicht erreicht, sondern die Schere wieder größer, also eine neue Wettbewerbsverzerrung. Der Preis für die Zusammenschaltung von Telefongesprächen bedeutet für die Kabelanbieter aber Umsatz und eine Absenkung der Entgelte heißt auch eine Absenkung der Umsätze und damit weniger Spielraum für Investitionen in den Breitband Internet Ausbau per herkömmlicher Festnetzleitung (z.B. Kabel Internet als Alternative zu DSL und VDSL).

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Kabelverband ANGA fordert investitionsfreundliches Umfeld

Breitband Internet Ausbau der Kabelanbieter vorbildlich – 40% wählen Kabel Internet

Wie wir erst kürzlich berichteten, entscheiden sich schon jetzt etwa 40% der Breitband Neukunden für einen Kabelanbieter. Und das hat einen Grund, denn die Kabelanbieter haben einen wesentlichen Beitrag zum Breitbandausbau in Deutschland beigetragen, indem mit hohen Kosten die bestehenden TV Kabelnetze rückkanalfähig gemacht wurden und damit Internet und Telefonie über das TV Kabel realisiert wurde. Und Kabel Internet ist die überlegene Technologie – im Vergleich mit DSL und VDSL, wenn Sie bringt schnelles Breitband Internet im Regelfall bis in den letzten Haushalt, während bei DSL und VDSL die Internetgeschwindigkeit je nach Leitungslänge immer mehr abnimmt. Die Kabelanbieter steckten in den letzten Jahren etwa 20 Prozent der Umsätze in den Ausbau und die Modernisierung der Kabelnetze (für das Jahr 2011 werden sogar 23 Prozent erwartet). Weniger Umsatz durch gesenkte Terminierungsentgelte heißt also auch weniger Investitionen in den Breitbandstandort Deutschland. Und das ist schlecht, so hatten wir erst letzte Woche darüber berichtet, dass noch 40 Milliarden € für den Breitbandausbau benötigt werden (nachdem bereits in den letzten Jahren von allen Anbietern etwa 93 Milliarden Euro in Breitband Internet investiert wurden). Andere Telekommunikationsanbieter wie DSL und VDSL Betreiber investieren durchschnittlich übrigens nur etwa die Hälfte, nämlich etwa 11% Ihrer Umsätze, in den Ausbau des schnellen Internets. So verwundert es aber auch nicht, dass im Breitbandatlas Kabel Internet bereits einen großen Teil der deutschen Bevölkerung abdeckt. Die Kabelnetzbetreiber, allen voran der ANGA Kabelverband, fordern daher von der Bundesnetzagentur verlässliche und investitionsfreudige Rahmenbedingungen für den weiteren Breitbandausbau.

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2011-07-31T10:15:52+00:00 / 2017-10-04T02:17:34+00:00 / Allgemein (Beratung)
Letztes Update dieser Seite: 4. Oktober 2017