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Debatte um Netzneutralität: Netzmanagement wird benötigt

Die zwei Klassen-Internetdienste sind eine reine Diskriminierung, dies findet auf jeden Fall der Hightechverband BITKOM und hat daher eine Studie des Gremiums europäischer Regulierungsstellen (Gerek) veröffentlicht. Hierbei stellte sich heraus, dass eine Netzneutralität sehr notwendig sei, um eine perfekte Leistung zu günstigen Preisen anbieten zu können.

Die Netzneutralität ist ein wichtiger Aspekt, damit keine Zwei-Klassen-Internet Dienste bestehen

Der Hightechverband BITKOM hat anlässlich der Veröffentlichung einer Studie des Gremiums europäischer Regulierungsstellen (Gerek) angegeben, dass sie für eine Versachlichung der Debatte zur Netzneutralität plädiert. Prof. Dieter Kempf gab bekannt, dass BITKOM mit Nachdruck für die Netzneutralität eintritt.  „Wenn wir zu dauerhaft tragfähigen Konzepten für mehr Netzneutralität kommen wollen, müssen wir die oft hitzigen und emotionalen Diskussionen versachlichen.“ Und Kempf weiter: „Eine Diskriminierung einzelner Dienste, Inhalte oder Nutzer lehnen wir entschieden ab.“ Man müsse eine guten Weg finden, bei dem allen möglichen Nutzern gerecht wird, denn zum Beispiel brauchen Online Spieler eine geringe Reaktionszeit, aber Online Videos eine garantierte Bandbreite, bei der Sprachtelefonie sei eine stabile Verbindung von Nöten, jedoch bei den E-Mails kommt es nicht auf eine Sekunde mehr oder weniger an. „Wir sind gegen Diskriminierung, aber sehr wohl für Differenzierung“, so Kempf. „Man darf nicht alle und alles über einen Kamm scheren.“ Wer viel möchte, muss auch viel zahlen, um für alles die perfekte Leistung zu erhalten und umso ein „Zwei-Klassen-Internet“ zu vermeiden, setzen die Netzbetreiber Maßnahmen zum Netzwerkmanagement ein. Denn nur so kann man perfekte Leistung zu fairen Preisen bieten.

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Debatte um Netzneutralität: Netzmanagement wird benötigt

In Deutschland gehen 26 Millionen Menschen mobil ins Internet (Smartphone oder Tablet PC)

„Auch intelligente Netze sind ohne umfassendes Management nicht denkbar“, so Prof. Kempf. Wichtige Services wie Verkehrssteuerung, Gesundheits- und Notfalldienste sowie Behördenaufgaben würden zunehmend online abgewickelt. Solche kritischen Dienste dürften ebenso wenig ins Stocken geraten, wie Internet-TV (z.B. via Telekom Entertain oder Vodafone TV). „Beim Stau auf der Autobahn bilden wir eine Gasse, damit die Rettungsfahrzeuge schnell passieren können. Ziel eines intelligenten Netzmanagements ist es nicht nur, im Bedarfsfall solche Gassen zu bilden, sondern bereits die Entstehung von Staus vermeiden. Wir müssen mit einem fairen, transparenten und intelligenten Netzmanagement dafür sorgen, dass neue, interessante Dienste für die Kunden entstehen können und garantierte Leistungen zu besonders niedrigen Preisen angeboten werden können.“ Das Datenvolumen steigt auch stetig, umso wichtiger ist es, dass die Netze „funktionieren“ sprich diese zu erhalten und weiter zu verbessern. Denn die Kapazität der Netze ist nicht beliebig erweiterbar. Laut den neusten Zahlen des Hightechverbandes BITKOM gehen allein in Deutschland 26 Millionen Bürger ins mobile Internet (via Mobiltelefon oder Tablet PC) und gerade dadurch, weil Videos darüber sehr beliebt sind, steigt das Datenvolumen extrem in die Höhe. Eine präventive Regulierung sei auf dem wettbewerbsintensiven deutschen Telekommunikations- und Internet-Markt nicht erforderlich. Manche Mobilfunkanbieter unterbinden sogar die Internettelefonie via Voice-over-IP oder VoIP in Europa, das fand die Gerek Studie heraus. In Deutschland sei diese VoIP “Diskriminierung” aber noch nicht der Fall, so Kempf.

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2012-06-12T22:26:05+00:00 / 2016-09-16T04:10:48+00:00 / Anbieter Telekom
Letztes Update dieser Seite: 16. September 2016