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Öffentlich-rechtliche Sender wollen nicht für Kabel-Einspeisung zahlen

Wie die Welt berichtet, haben die öffentlich-rechtlichen Sender wie bereits im Vorfeld angekündigt die Einspeisungsverträge mit Kabel Deutschland und Unitymedia gekündigt. Die Gebühren für die Einspeisung der Sender seien unnötig. Wenn bis zum 01.01.2013 keine Einigung erzielt werden kann, bleiben ca. 15,4 Millionen Kabelkunden ohne die Programme von ARD, ZDF und Co.

Einspeisung der öffentlich-rechtlichen TV-Sender ins Kabelnetz ab 2013 steht auf der Kippe

Die Kabelanbieter Unitymedia und Kabel Deutschland erhielten einige Briefe bezüglich der Einspeisung der Programme von ARD, ZDF und arte sowie deren Untersendern. In den letzten Schreiben folgte dann die Kündigung der Einspeisung der Sender in das Kabelnetz ab dem kommenden Jahr. Der Grund für die Kündigung sind die anfallenden Kosten für die Verbreitung des Sendematerials. Im Jahr fallen für alle 20 öffentlich-rechtlichen Sender (mit Spartensendern) rund 60 Millionen Euro an. Diese Ausgabe wollen die öffentlich-rechtlichen nun sparen, denn in Ihren Augen ist die Finanzierung des Kabelnetzes durch die Sender nicht mehr nötig. “Es ist nicht mehr zu rechtfertigen, dass Gebühren an Unternehmen gezahlt werden, die mit der Vermarktung unserer Programme gutes Geld verdienen”, kommentierte ZDF-Intendant Thomas Bellut. “Wie können die Sender es rechtfertigen, mit Gebührengeldern 274 Mio. Euro für den Betrieb des digitalen terrestrischen Fernsehens DVB-T auszugeben, das nur vier Prozent der TV-Zuschauer nutzen?”, fragte Unitymedia-Chef Schüler stattdessen, denn auf der einen Seite wollen die Sender wohl einsparen, auf der anderen Seite geben sie das Geld für eine nicht wirklich genutzte Übertragungsart aus. Die Sender hingegen sehen keinen Bedarf mehr für die Ausgaben für die Verbreitung im Kabelnetz. Dies teilte die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) im neusten Bereicht mit. Wie die Verbreitung über das Kabelnetz also künftig finanziert werden soll, ist fraglich. Die sonst verfügbaren Mittel stehen dann nicht zur Verfügung.

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Öffentlich-rechtliche Sender wollen nicht für Kabel-Einspeisung zahlen

Was passiert nun mit ARD, ZDF und Co? Schalten die Kabelanbeiter diese Sender wirklich ab?

Was genau bis zum kommenden Jahr noch an Gesprächen und vielleicht auch Einigungen erfolgt, das lässt sich aktuell noch nicht sagen. Die Sender spekulieren in jedem Fall darauf, dass die Kabelanbieter aufgrund von Gesetzen eine Ausstrahlung nicht verhindern können. Auch die Kabelanbieter wissen natürlich, dass man den Kunden den Empfang von ARD, ZDF und Co. nicht vorenthalten kann. Doch gerade die Spartensender der öffentlich-rechtlichen Sender mit wenigen regelmäßigen Zuschauern könnten durch den Steit leiden. Denn es könnte durchaus passieren, dass diese in Zukunft wirklich nicht mehr gezeigt werden. Unitymedia-Chef Lutz Schüler sagte: “Wir müssen die Sender von ARD und ZDF nicht übertragen, wenn diese keine Kapazitäten bei uns buchen, insbesondere müssen wir nicht jeden kleinen Spartensender der ARD übertragen.” Bedrohlich ist die Situation zwar noch nicht, aber dennoch müssen sich Kunden darauf einstellen, dass vielleicht ab kommendem Jahr einige der Untersender wie der ARD infokanal oder ZDF neo nicht mehr im Kabelnetz zu sehen sind. Für die Kabelanbieter steht dennoch ein wenig Unbehagen ins Haus, denn wenn die privaten Sender sich am Verhalten der öffentlich-rechtlichen ein Beispiel nehmen, könnten dort demnächst ebenfalls Forderungen einer Gebührenbefreiung laut werden und die Kosten müssten dann ggf. auf die Kunden von Kabel-TV Anschlüssen umgelegt werden.

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2012-06-27T00:27:43+00:00 / 2016-09-16T17:34:57+00:00 / Anbieter Vodafone Kabel
Letztes Update dieser Seite: 16. September 2016